„Menschen wie du und ich"

von Katharina Holzhauser

Donnerstag, 12. Dezember: Ein kühler und bewölkter Tag in der Bamberger Vorweihnachtszeit, tagsüber geschäftiges Treiben. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Innenstadt. Dann, um etwa 19:30 betreten einige Besucher das E.T.A. Hoffmann Theater und bewegen sich nach dem Kartenkauf für die Abendvorstellung nichts ahnend zum Eingang des Theater-Treffs. Zu ihrer Überraschung werden sie vor Betreten des Saals jedoch vom Hals-Nasen-Ohren-Spezialist Dr. Böffkämper erst einmal auf zunächst unauffällige Erkrankungen, die die Vorstellung durch Husten oder Schnarchen stören könnten, hin untersucht.

Was einem die Phantasie nützt

von Sara Renner

"… Menschen, die mit fieberhafter Eile arbeiten, so wie ich es tue, sind eigentlich die größten Faulenzer. Sie hetzen sich ab, um so bald wie möglich berechtigt zu sein, nichts mehr zu tun. Jetzt kann ich meiner geheimen Schwäche, dem Müßiggang frönen…“ (aus: Peter Tschaikowskys Briefwechsel mit Nadeshda vom Meck, abgedruckt im Programmheft).

Was es heißt „mit fieberhafter Eile“ zu arbeiten, erfuhr Tschaikowsky am eigenen Leib, als er im Februar 1891 mit der Arbeit an dem Ballett Der Nussknacker begonnen hatte. Iwan Wsewoloshky, Theaterdirektor zu Petersburg hatte ihm den Auftrag dazu erteilt. Neben dem Ballett sollte jedoch gleichzeitig auch noch eine Oper entstehen, beide sollte dann im Dezember uraufgeführt werden. Doch Tschaikowsky merkte sehr schnell, dass er unter diesem Zeitdruck nichts Vernünftiges zustande brachte. So bat er Iwan schließlich, die zwei Aufführungen um ein Jahr zu vertagen, was ihm auch gewährt wurde. Die Uraufführung war dann auch ein großer Erfolg.