“Es war nicht mehr alles so schön.
Und gerade darum kam es mir manchmal so echt vor.”

Von Joana Hofmann (13. Mai 2021)


Yoga, Meditation, Self-Care, Sport, die Pflege eines positiven Mindsets – diese und noch weitere kleine Tricks werden angeraten, wenn es darum geht, ein ausgeglicheneres und glücklicheres Leben zu führen. All diese Techniken finden Einzug in GEMMA - sei glücklich oder stirb, werden aber von einer gänzlich anderen Perspektive beleuchtet. Bis zu welchem Grad macht Selbstoptimierung glücklich? Und sind negative Emotionen wirklich so schlecht, dass wir stets bemüht sind, diese zu verbergen?

„Ich schritt voran, nach Worten suchend.“

Von Paula Heidenfelder (8. Mai 2021)


Durian Sukegawa schafft mit Die Katzen von Shinjuku, übersetzt von Sabine Mangold, eine melancholische Geschichte zweier Außenseiter. Die Leser:innen verfolgen den Protagonisten Yamazaki auf seinem hoffnungslosen Lebensweg, bei dem er auf weitere von der Gesellschaft ausgeschlossene Menschen und Katzen stößt.

Tauchgang mit den großen Säugern

Von Jasmin Wieland (23. April 2021)


Sie tauchen hinab und durchziehen die Weltmeere, um dann wieder an die Oberfläche zu schwimmen und Luft zu holen, mit ihrer Flosse als Markenzeichen. Manche katapultieren ihre schweren Körper aus dem Wasser, um sich dann wieder hineinplatschen zu lassen. Andere fliegen dynamisch durch die Luft, ehe sie ins Blau eintauchen. Die Welt der Wale ist eine äußerst facettenreiche und gerade für die Wissenschaft sehr interessante, etwa wenn es um die Walgesänge geht. Smriti Prasadam-Hallis und Jonathan Woodward führen mit ihrem Bilderbuch Das geheime Leben der Wale für Kinder ab 7 Jahren mit zahlreichen Fakten ins Leben der Meeressäuger ein und betonen dabei die Bedeutung der Wale für unser Ökosystem.

Hinter dem Eisernen Vorhang

Von Celine Buschbeck (18. April 2021)


„Wenn du die Freiheit des Denkens aufgibst, dann löst sich dein tatsächliches Sein Tropfen für Tropfen auf.“

Mitten in Paris betreibt Laure ein Museum der unerfüllten Versprechen und verleiht zahlreichen Geschichten einen Platz für die Ewigkeit. Ihre eigenen Dämonen der Vergangenheit sind dennoch omnipräsent und werden von der neugierigen Journalistin May Stück für Stück freigelegt. Denn was Laure damals hinter dem Eisernen Vorhang passierte, hatte sich in ihre Seele gebrannt. Schnell wird Laure am eigenen Leib bewusst, dass ihre Freiheit und ihr Vertrauen alles ist, wonach sich der kommunistische Staat verzehrt und was sie mit all ihrer Kraft verteidigen muss.

„Frauen und Literatur bleiben, was mich betrifft, ungelöste Probleme“

Von Anna Brodmann (31. März 2021)



Der Kampa Verlag bringt mit Ein Zimmer für sich allein von Virginia Woolf einen „feministischen Klassiker“ in neuer sehr hübscher Form zurück in die Läden. Doch, wie es bei den meisten Klassikern ist, zeigt sich bei der Lektüre schnell, dass nicht alles daran großartig war. Und besonders deshalb lohnt sich im Jahr 2021 noch einmal der Blick in ein feministisches Manifest der 1920er Jahre – denn vieles von dem was vor 100 Jahren gefordert wurde steht auch heute noch auf den Plakaten der (weltweiten) Frauenbewegung, vieles andere scheint im Licht des neuen Millenniums auch überholt oder gar problematisch.