Ist die Würde des Menschen unantastbar?

Von Vanessa Peter (17. November 2020)




„Wenn meine Bücher eine Bedeutung haben, dann liegt sie darin, dass sie versuchen, die Würde des Menschen zu verteidigen."
 

Seitdem ich GOTT. Ein Theaterstück gelesen habe, kreisen meine Gedanken um das Verhältnis der menschlichen Würde in unserer heutigen Gesellschaft. Ferdinand von Schirach zieht in seinem neuesten Drama zurecht die Gesellschaft zur Diskussion heran und hat sogar meine eigene Denkweise, über die Freiheit des menschlichen Wesens, auf den Kopf gestellt.
Das Stück repräsentiert einen 78-jährigen, freiberuflichen Architekten, der nach dem tragischen Tod seiner Frau, trotz gesundheitlicher Vitalität und geistiger Klarheit, den Selbstmord als letzten Lebensakt wählt. Ohne Lebenssinn will Richard Gärtner sein Recht auf Sterbehilfe einfordern, was zu einem öffentlichen Symposium über die Autonomie des Menschen führt.

Befreie mich

Von Paula Heidenfelder (11. November 2020)


Christielle Dabos hat mit Im Sturm der Echos ein famos konzipiertes Finale der Die Spiegelreisende-Saga erschaffen. Ein letztes Mal haben die LeserInnen die Chance, zusammen mit Ophelia, Thorn und weiteren komplexen Charakteren, die Identität von Gott sowie dem Anderen an die Oberfläche zu bringen, wobei der Einsturz von bewohnten Archen und die drohende Apokalypse verhindert werden muss.

„Wo begann Eulalias Erinnerung und wo endete ihre eigene? Wie sollte sie ihren Platz in der Gegenwart finden, wenn ihre Vergangenheit ein einziges Puzzle war? Wie an die Zukunft denken, während die Welt unterging? Und wie konnte sie sich frei fühlen, wenn sie dazu bestimmt war, den Weg des Anderen wieder zu kreuzen?“

Eine Welt aus Illusionen

Von Paula Heidenfelder (11. November 2020)


Die zwei Schwestern Scarlett und Donatella leben unter der Tyrannei ihres gewalttätigen Vaters auf der Insel Trisda. In dem fantastischen Roman Caraval von Stephanie Garber begleiten die LeserInnen primär Scarlett auf ihrer Reise in eine Welt voller Trug, Manipulation und Magie. Zusammen mit Tella und Julian verlässt sie ihre Heimat, um an dem legendären Spiel Caraval teilzunehmen.

Ein ungleiches Paar

Von Hannah Deininger (11. November 2020)


Im Januar 2020 hat Vanessa Springora mit ihrem autobiographischen Roman Die Einwilligung die internationale Literaturwelt ins Wanken gebracht. Denn in diesem Roman erzählt die Autorin von ihrer Liebesbeziehung zu dem bekannten französischem Autoren G. M. - zunächst einmal nicht ungewöhnlich, lässt man außer Acht, dass Springora zu Beginn der Beziehung gerade einmal 13 Jahre alt war, der Schriftsteller aber ein erwachsener Mann. Und damit beginnt die Geschichte anders zu werden.

Ein bisschen Sonne

Von Celine Buschbeck (20. Oktober 2020)


Nachdem Juno Ryan ihren Freund Brad bei einem Erdbeben verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. Nicht nur wegen seines tragischen Todes, sondern auch wegen eines Fernsehberichts, der enthüllt, dass er verheiratet gewesen war und eine Familie hatte. Um ihrer Trübsal zu entkommen, nimmt sie sich eine Auszeit im Ferienhaus einer Freundin. In der Idylle zwischen Orangenbäumen und dem Flair eines traditionsreichen spanischen Dorfes, beginnt sie in der Villa Naranja ihr Leben neu zu ordnen.