Die Wahrheit ist in Ordnung

von Celine Buschbeck (2. August 2020)


Die junge Autorin Lowen Ashleigh bekommt die Chance ihres Lebens und darf die gefeierte Buchreihe einer anderen Schriftstellerin beenden. Der Grund: Ein Unfall, der Verity Crawford vermeintlich ans Bett fesselt und ihr die Möglichkeit nimmt, ihr Leben selbst zu bestimmen. Mit fortschreitender Arbeit an Veritys Psychothrillern verschwimmen die Grenzen zwischen Autor und Protagonist, zwischen wahrem Leben und Manuskript.

Ganz ehrlich, die Jugend

von Florian Grobbel (30. Juli 2020)


Zugegeben: Auf den ersten Blick mag es so wirken, als würde sich Anne Freytag mit Das Gegenteil von Hasen an einer deutschen Version des weltweiten Erfolges 13 reasons why versuchen; einen Münchener Breakfast Club sozusagen, nur mit noch versteifterem Schubladendenken und Übertreibung von Figurenklischees, als man sie schon aus den zahllosen ätzenden High School Dramen kennt. Das wäre jedoch eine unsagbare Fehleinschätzung, denn Freytags Jugendroman ist vor allem eins: echt und ehrlich! 

Auch Männer können brüten!

von Jasmin Wieland (02. Juli 2020)


Heinrich will brüten. Ein Titel, der bereits ein Statement liefert. Genauso auch das Cover. Stolz sitzt der kleine Hahn Heinrich, wohlgemerkt mit verschränkten Armen, auf seinem Ei, so als wolle er sagen: „Ich lasse mir von euch nicht reinquatschen! Ich kann das auch! Ich bin doch schon groß!“ Damit bringt er die erwachsenen Hennen um ihn herum zum Staunen. Der kleine Heinrich kann also ein ganz schön sturer Bock… äh Hahn sein, wenn er einen Traum hat. Doch seine freundliche Miene zeigt, dass seine Absichten dahinter natürlich nur guter Natur sind! Anette Thumser veranschaulicht in ihrem Bilderbuch Heinrich will brüten! anhand eines für Kinder leicht zugänglichen Schauplatzes, nämlich den Bauernhof, ein viel größeres Thema: Es geht um Gendergerechtigkeit, Rollenzuweisungen und der Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Akzeptanz beim Aufbrechen traditioneller Muster. Die sehr modern wirkenden Illustrationen von Nikolai Rengers geben dem Büchlein ab 3 Jahren darüber hinaus eine überaus frische Note.  

Das Rätsel einer bengalischen Sage

von Leonie Herr (01. Juli 2020)


Deen Datta ist in den indischen Sundarbans einer alten Legende auf der Spur. Der Antiquar lebt eigentlich in New York, verbringt jedoch einige Monate im Jahr in seiner Heimatstadt Kalkutta. Dort weist ihn eine alte Bekannte auf einen mysteriösen Schrein mitten im schwer erreichbaren Gangesdelta hin. Er macht sich auf den Weg, doch dort kommt es zu einem verhängnisvollen Vorfall mit einer Königskobra.Deen wird daraufhin von mysteriösen Zeichen und Schlangen verfolgt. Die Legende und ihre Bedeutung lassen ihn deshalb nicht mehr los und so führt ihn seine Suche schließlich bis nach Venedig – und in die Gegenwart. 

Nimm meine Hand. Und meine Kraft.

von Paula Heidenfelder (20. Juni 2020)


Die roten Schriftrollen ist der erste Teil von Cassandra Clares und Wesley Chus neuer Trilogie Die ältesten Flüche, in der Hexenmeister Magnus Bane und Schattenjäger Alec Lightwood ihre eigene persönliche Geschichte bekommen. Angesetzt im Jahr 2007 während Die Chroniken der Unterwelt – City of Fallen Angels, erzählt dieses Buch die Geschichte vom ersten gemeinsamen Urlaub zwischen Alec und Magnus, der sich in ein chaotisches Abenteuer verwandelt. Dämonen verfolgen die beiden Protagonisten durch Paris, Venedig und Rom. Und das alles nur, weil Magnus vor langer Zeit einen ominösen Dämonenkult gegründet hat… als Scherz.